Nach einer eher knappen Vorbereitung (4:3 verloren gegen Turbine Golzow) kam mit dem FSV Grün Weiß Niemegk gleich ein ganz schwerer Brocken auf die zweite Mannschaft des FSV Groß Kreutz zu. Schließlich waren die ambitionierten Niemegker als Tabellenzweiter angereist, mit dem eigenen Anspruch in Groß Kreutz die Tabellenführung zu übernehmen. Die Groß Kreutzer waren durch die Niederlage im letzten Hinrunden Spiel gegen Stücken (3:0) auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht und hegten keinerlei Ambitionen, an diesem Wochenende in die Favoritenrolle gerückt zu werden.

Diese wurde durch die vielen Spielerabsagen(9!!!!) noch deutlich kleiner, da man unter anderem mit Abwehrroutinier T. Mischkewitz oder Goalgetter T. Tornow auf wichtige Mannschaftsbestandteile verzichten musste. Auch M. Rohnke, der mit T. Mischkewitz den erfolgreichen Abwehrverbund der Hinrunde bildetet, musste anfangs angeschlagen unten bleiben. So rückte B. Tornow auf die Position des „letzten Mannes“, davor agierte der alteingesessene F. Roschka als Vorstopper. Die Rechtsverteidigerposition übernahm T. Funk, der seine Sache sehr gut machte. Auf gewohnter Position agierte B. Raneberg als Linksverteidiger. Im Mittelfeld agierten M. Lukas und S. Schade in der Zentrale, auf den Außen kamen O. Reczek und S. Sadowski zum Zug. Vorne sollten O. Martin und B. Mordhorst für Tore sorgen. Mit nur einem Auswechsler waren die Vorzeichen nicht besonders positiv.

So konnte man auch von Glück reden, dass die Groß Kreutzer in der 3. Minute nicht bereits in Rückstand gerieten. Nach gutem Zuspiel der Niemegker, stand deren Stürmer alleine vor S. Köpper, der seine Sache aber glänzend machte und so einen frühen Rückstand vermeiden konnte. Wäre hier das Tor gefallen, wäre die Partie sicher anders ausgegangen. So konnten sich die Groß Kreutzer etwas ordnen und kamen nach einer guten Viertelstunde besser in die Partie. Insbesondere über den gut aufgelegten O. Reczek kam es zu einigen guten Spieleröffnungen, von denen B. Mordhorst dann Mitte der 1. Halbzeit eine nutzte und mit schönem Flachschuss aus der rechten Strafraumecke zum 1:0 einnetzte. Niemegk zeigte sich nur kurz geschockt und übernahm weiter das Spielgeschehen. Zu eindeutigen Strafraumszenen kam es aber nicht und so ging es nicht unverdient mit einem 1:0 in die Halbzeitpause.

In der Pause wurde sich nochmal auf die eigenen Tugenden berufen – Einsatz, Disziplin und Laufbereitschaft. Und Effektivität – denn in der 46. Minute nutze B. Mordhorst nach abermals feinem Zuspiel von O. Reczek seine Gelegenheit, und netzte mit feiner Klinge zum 2:0 ein. Für die Groß Kreutzer ein Segen. Für die Niemegker sicherlich nicht der Start, den man sich für die 2. Halbzeit vorgestellt hatte. Groß Kreutz blieb nun die bessere Mannschaft und wollte die Entscheidung herbeiführen. In der 55. Minute war es dann so weit. Diesmal passte T. Funk mustergültig auf B. Mordhorst, der bis zur Grundlinie marschierte und dann gut überlegt in den Strafraum passte. Dort kam von hinten S. Sadowski angerauscht, der mit einem sehr gut ausgeführten halb hohen Schuss ins lange Eck einnetzte. 3:0 – normalerweise ist die Partie nun gelaufen. Jedoch musste kurz nach dem 3:0 F. Roschka verletzungsbedingt vom Platz. M. Rohnke rückte auf die Vorstopperposition. Hier dauerte es etwas, bis sich Rohnke und Tornow eingespielt hatten und letzlich die Potionen tauschten. Diese Unruhe nutzten die Niemegker aber aus und verkürzten mit gezieltem Flachschluss an der Strafraumgrenze zum 3:1. Vielleicht schon zu sehr mit dem Sieg beschäftigt und sicherlich auch auf Grund der Neuordnung in der Abwehr, vergas Groß Kreutz kurzeitig seine Tugenden und Niemegk war auf 3:2 heran gekommen. Mit sehenswertem Außenristschuss gab es für S. Köpper auch hier nichts zu halten.

Groß Kreutz musste nun aufpassen, den sicher geglaubten Sieg nicht aus der Hand zu geben. Unglücklicherweise verletzte sich M. Lukas nach einem Foul der Niemegker so sehr, dass er nicht mehr weiter mitwirken konnte. Ein Auswechselspieler stand nicht mehr zur Verfügung, sodass die Spieler um Kapitän O. Martin nun zu zehnt die letzten 20 Minuten überwinden mussten. Groß Kreutz wuchs in diesen 20 Minuten über sich hinaus und erzwang mit Teamgeist, Laufbereitschaft und Willen den 3:2 Heimsieg. Sicherlich war das Glück diesmal auch auf der Seite des Tüchtigen, als mit einem Linienroller und zwei weiteren 100%-igen der Ball nicht im Groß Kreutzer Tor landete. B. Mordhorst hätte dem Spuck aber auch schon vorher ein Ende setzten können, scheiterte aber am Querbalken. Erschöpft aber hoch zufrieden sicherte sich des FSV Groß Kreutz somit die 3 Punkte und den damit vorübergehenden 2. Tabellenplatz. Mit Wiesenburg und Beelitz kämpfen jedoch andere Mannschaften um den Aufstieg, da machen sich die Groß Kreutzer auch nichts vor. Eine schöne Momentaufnahme ist es aber allemal und zeigt, welch ein Potenzial in der Mannschaft steckt, sobald die Einstellung stimmt.

Am kommenden Wochenende ist spielfrei und man hofft, dass sich der Kader bis zum Kracher gegen Tabellenführer Beelitz am 12.03.17 wieder etwas vergrößert. Agiert die Mannschaft auch dort mit einer ähnlichen Einstellung und Leistungsbereitschaft, ist eine Punkteteilung durchaus realistisch. Aber bis dahin sind es ja noch ein paar Tage.

Eine Antwort zu “FSV II – Mit Moral und Kampfgeist zum Sieg”

  1. Armin sagt:

    Sehr guter Bericht!!!

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